Sichtweisen ändern. Die Wand ist nicht zu dick, sondern nur dick und war immer gleich dick für alle. Nicht ich „muss“, sondern ich „will“ das tun und nicht „muss“ sondern „will“ das alles erledigen, um dorthin zu gelangen. Die Zeit läuft mir nicht davon, sondern die Zeit steht und ist berechnend. Mein Schicksal ist nicht vorbestimmt, sondern wunderbar. Nicht ich bin eigen, sondern die da draußen. Den Raum nehmen. Das Leben läßt sich entschleunigen. Kontrolle über Grad der Zufriedenheit ablegen – die Menschen, die einen zufrieden machen wollen, akzeptieren. Anderen Platz machen. Der Angst ins Gesicht sehen, in die Augen und sich groß und unverwundbar machen. Die zweite Lebenshälfte ignorieren. Freundschaften pflegen. Die Zeit der Liebsten tickt genauso, wie die eigene und daher: alles ist endlich. Akzeptieren, daß ein Leben nicht reicht, um alles umzusetzen und zu erreichen, aber gewisse Dinge erreicht werden müssen und diese Dinge müssen festgelegt werden. Pläne schmieden und umwerfen. Die Kanten schärfen, bevor das Leben vorrüber ist. Die Schwächen zugeben. Akzeptiere: diese Liste ist unendlich und die Gedanken dazu ebenfalls. Daher: Archive sind sinnlos. Für die Nachwelt ein Alphapet der eigenen Schrift anlegen, um die Aufarbeitung des Nachlasses in Handschrift zu erleichtern. Ein Testament aufsetzen. Die eigene Schönheit akzeptieren. Alles andere ist sinnlos. Bei Bedarf diesen Text ergänzen. F

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