Es ist orange. Alles. Wenn ich mir dich herholen will und tatsächlich mache ich das noch täglich, versuche ich alles in orange zu tauchen. Wieviele Jahre wohl noch vergehen sollen, in denen ich Malermeisterin spiele und mir nach und nach die Farbe Orange ausgeht, bis sie weg ist. Es jährt sich, daß du versucht hast, alles orange zu färben und dann in deiner Orangenhaut verschwunden bist. Es jährt sich, daß ich mir meine Welt anders eingefärbt habe, weil ich dieses orange nicht mehr sehen konnte. Dieses fahle orange, das nicht für mich bestimmt war. Es jährt sich, zum Millionsten Mal, daß ich dir dein Leben persönlich wirklich orange einfärben möchte, aber das darf ich nicht. Schon so lange nicht! Viel länger als du denkst. Es jährt sich, daß ich das Orange vermisse. Und mir alles orangene immer sofort und überall ins Auge sticht. Autsch! Es jährt sich, daß du vielleicht zu Hause ein Jahr danach auf deine orangene Wand starrst und dir vielleicht denkst, daß dieses Orange abgeblättert ist, so wie du, aus der Vergangenheit, langsam abblätterst ins Orangennirvana. Ich habe keine Ahnung was Orange für dich heute noch an Bedeutung hat. Aber ich kämpfe um einen Batzen Orange in meinem Hirn. Ich kämpfe, daß der dort bleibt und male immer fleißig nach, nur ein bißchen, um Farbe zu sparen. Weil ich weiß, daß du ihn dir irgendwann holen kommen wirst und dann könnte ich dir ja nichts mehr geben. Bis dorthin macht es mir nichts aus, daß ich nicht mehr weiß, was dein Orange ist. Solange nur der Batzen dort bleibt. Orange ist für mich eine Farbe, die niemals mir gehören wird. Denn orange bist du und du bist weg. Vielleicht kommst du einmal wieder. Ich denke aber, du wirst dein Orange dann zu Hause lassen. Und weißt du was? Mir ist das ganz recht. Ich gebe dir dann mein letztes Bätzchen Orange, denn solltest du zurückkehren, brauchst du es dringender als ich. F

Advertisements