Vincent sagt, er kennt Menschen, die aus Kloschüsseln lecken und sich die Zehennägel nie schneiden. Die Zehennägen wachsen dann unaufhaltsam um die Zehen rum, den Rücken rauf und in den Kopf hinein und versorgen das Gehirn dann mit Zehennägelnahrung. Deswegen sind diese Menschen ganz besonders verdreht. Wenn diese Menschen zum Arzt müssen, werden sie ganz nervös, fühlen sich besonders ausgeliefert und werden inspiziert. Die Ärtzte wollen dann immer die Zehennägelleitung kappen und nur mit größter Verteidigungskunst entkommen diese Menschen dann und werden nie von ihren eigentlichen Krankheiten geheilt. Dann müssen sie mit Apotherkerinnen rumstreiten, die ihnen die Hausmittelchen nicht geben wollen: „Sie müssen zuerst zum Arzt!“ Wenn diese Leute zum Friseur müssen, werden sie auch ganz nervös. Weil so eine Frisur dann ewig dauert, rumgeschnipsel um die Nägeleintritte. Und ausgeliefert sind sie dort auch, den Fragen! Und dem Gequacke der Frisöre! Diese Menschen hassen es, auf der Straße Hacklefeucht als Werbegeschenk zu kriegen. Diese Menschen leben nämlich sehr im Untergrund und verabscheuen die Menscheit und ihren Konsum. Das Hacklefeucht tragen sie dann aber trotzdem heim, sie können nämlich nichts wegschmeissen, weil vielleicht können sie es noch einmal brauchen, in allergrößter Not! Hacklefeuchtnot! Und diese Menschen haben Archive zu Hause und leben in den Archiven sehr zurückgezogen. Sie sind am liebsten allein. Hören nur gute Nachrichten und sehen Dokumentationen über die Tiere in Afrika, wie es sie einmal gab. Hören nur ganz ausgewählte Musik, die ihnen kein Kopfzerbrechen bereitet. Gute Vibes. No Demons. Träumen von vergangenen Zeiten und wissen doch, der Mensch war immer böse und gierig. Zur Zeit ist es aber ganz schlimm. Alles abseits der Norm hat kein Durchkommen mehr. Diese Menschen ziehen sich daher lieber zurück und warten, bis der große Crash kommt. Dann haben sie alles mögliche zu Hause, alles für die Not. Vincent sagt, er habe einen guten Draht zu diesen Menschen und wenn es ganz, ganz, schlimm werden wird, in fünf Jahren, ohne Goldreserven und Überwachung und Hungersnöte und vorgesetztem Denken, dann könnten wir das ganze Hacklefeucht haben und verhöckern. Die Reichen würden dann ganz viel dafür bezahlen. ( Er kennt die Währung der Zukunft noch nicht ). Ich finde, der Plan hört sich ganz plausibel an. Dann denken wir noch kurz über den „Tag des geistigen Eigentums“ nach und finden diesen Tag etwas überholt, antik. Mein geistiges Eigentum, sagt Vincent, habe ich längst dir vererbt. Ich bin überaus dankbar dafür und gehe ein Curry machen. F

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