Die Zeit stürmt beim Eingang herein und bläst den letzten Teil von Unverbrauchtem aus dem Fenster. Ich frage mich, was mir einst so sehr an ihr gefiel. „Warum schreibst du nur mehr so selten?“ Müde mache ich die Augen einen Spalt weiter auf und drehe mein Gesicht. Bevor ich überhaupt ein Wort über die Lippen quäle sagt sie: „Fällt dir nix mehr ein, oder was?“ Ich finde das etwas unfair. Für Kreativerdlinge sollten solche Fragen verboten sein. Die Zeit setzt sich an mein Bett, sie schaltet ihr Diktiergerät ein. „Heute ist Sonntag. Fury liegt faul im Bett. Nicht ansprechbar. Rundherum kein Durcheinander. Seltsam.“ Ich finde es nicht der Mühe wert, dem irgendwie entgegenzusteuern. Vielmehr beginne ich mich an den Abend davor zu erinnern. Es scheint, als hätte ich wirklich etwas länger geschlafen. Vielleicht macht man das so als „in Liebe Gefallene“. Jedenfalls finde ich, dieser Zustand darf ruhig auch für eine Fury gelten und so lange andauern, wie er dauern will. „Such dir lieber einen weichen Landeplatz.“ sag ich zur Zeit und beginne die letzten Monate langsam aufzurollen, aber nur in meinem Kopf. F

Advertisements