daß es nicht geht,
vorbei ist,
nie was wurde,
nichts war,
ist mir mittlerweile klar.
aber tun haben wir es müssen,
dafür ist und
war unsere liebe
zu wahr.

vielleicht ist es schäbig
ich schreib dir bloß ein abschiedslied
und stehle mich davon ohne beute
denn die beute bist du und ich der dieb

wir waren immer auf raubzug
zwischen uns passte so viel
wir haben uns geschrieben
ich steckte für dich in jedem lied

du hast dich entschieden
und siehst deine entschiedung nicht
in diese entscheidung passt
eben nur ein gesicht

du hast mich vertrieben
geschlagen wie einen jungen hund
du hast geglaubt unsere verbundenheit
übersteht jeden triumph

immer die letzte zu sein
in deiner reihe, deiner welt
dem ganzen haus, dem ich nicht angehöre,
du weißt nicht, wie sehr das schmerzt.

geworden bist du
ein unzuverlässiges tagebuch,
das meine sorgen
ungehört ausspuckt und nie schluckt.

eine unbekannte konstante
eine ständige wiederholung
eine warteschleife
ohne anleitung

jemand, dem ich alles verzeihe.

vielleicht ist es schäbig
ich schreib dir bloß ein abschiedslied
und stehle mich davon ohne beute
denn die beute bist du und ich der dieb.

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