Es wird nun wohl langsam Zeit, Maphro Daphne. Es wird dunkel und kalt. Ein letztes Mal habe ich dich besucht, um nach dem Rechten zu sehen. Wie es dir so ergeht, so allein. Das letzte Mal hast du mir die Ufer gezeigt und mich ueberzeugt von deiner Stärke und Kraft und dem Beduerfniss, Ruhe in der Einsamkeit zu finden. Dieses Mal habe ich mit dir gemeinsam die Zeit tot geschlagen, damit du endlich frei bist. Du kannst es nur noch nicht hören, das Ticken ohne Uhr, es ist langsamer, leiser, ohne Notwendigkeit, grösser. Ich sehe dich liegen, deine Lieder, die ruhig geschlossen deine Rastlosigkeit verbergen, wie du einschläfst, wenn ich dir ein Märchen erzähle, auf meiner Schulter, beschuetzt von mir. Es wird Zeit fuer ein neues Leben. Jetzt machst du die Augen auf und siehst mich an. Ich sehe deinen Schmerz. Deine Angst. Deine Verletzungen. Die Spuren der anderen. Die Spuren fuehren dich weg. Du weisst nicht, wie du die Spuren verwischen sollst. Die Schubladen reichen dafuer nicht. Es sind Abschiede und verabschieden hast du noch nie gekonnt. Nicht fuer kurz, nicht fuer immer. Aber es dämmert dir. Nicht jeder Mensch ist zum Verabschieden geboren. Du bist eine der wenigen, die dazu auserwählt wurden. Wenn es keinen Ausweg mehr gibt, musst du verabschieden. Wenn sich alles wiederholt und du der letzte Rest bist, der bleibt, in einem zeitlosen Universum, dann drehe dich endlich um. Nicht um zu verletzen, sondern um zu helfen. Niemand wird dies tun, ausser du. Du hast nichts mehr zu fuerchten. Erfinde dich neu. F

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