Ich lauf hier rum und stelle mir Fragen wie. Wer hat es eigentlich erfunden, daß wir bei Konzerte, die uns gefallen, seltsame Frauenschreie mit dem Urklangvokal „UH“ ausstoßen, höher als wir jemals reden würden? Und warum singen Männer die Fußballgesänge so unsagbar tief? Wie lang kann ein ungespitzter Bleistift schreiben und zahlt es sich aus einen Spitzer zu kaufen, wenn im eigentlich Heimatort mindestens 10 liegen? Warum finde ich mich einmal zu dreckig und einmal zu sauber, zu schmuddelig und zu tussig? Zu jugendhaft, zu alt? Wo ist eigentlich meine Mitte geblieben, von der alle behaupten sie exestiere? Kann es eine stetige Schieflage geben? Warum möchte ich eigentlich groß sein? Wann finde ich meine Zufriedenheit? Warum gibt es hier soviele Laubstaubsauger? Wo landet das ganze schöne bunte eingesaugte Laub? Ist das nicht völlig sinnlose Arbeit? Wieso ist es so schwer Entscheidungen zu ver100prozentigen, ohne dämlich Lügen ins eigene Gesicht? Warum kreisen in meinem Gedanken ununterbrochen Geschichten anderer Menschen, ob wahr oder unwahr? Warum ist es leichter um den Brei zu schreiben, als offen seine Gedanken darzulegen? Ab wann kann man ohne Selbstgefälligkeit den letzten Rest Neid über den Jordan schicken? Wieviel Energie verschwenden wir tatsächlich, wenn wir über anderer Leben nachdenken? Warum ist es einfacher nicht auf sich zu hören? Warum vergeht die Zeit in Helsinki schneller als in Österreich? Wieso treffe ich jede Nacht beim Heimradeln einen riesengroßen Hasen? Die letzte Frage beschäftigt mich am meisten. I think i’ve got the Diving Duck Blues.

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