Wie gut es tut zu pausen. Pausen im Bett mit Kaffee und einem Buch über Liebe, die sich in Schmerz verzerrt und wegträumt. Lange Nächte mit Tiefschlaf, aus dem aufzuwachen es keinerlei Notwendigkeit gibt, denn die freien Stunden sind unübersehbar unendlich. Neue Umgebung zum pausen, neue Landschaften, neue Kobolde und neue Trolle, neues Wasser, um einzutauchen. Neue Lebensart, die gefällt. Wie paust man eigentlich wirklich. Mit einem Vorsatz oder ohne. Neues Leben, das mir neues Leben einhaucht. Mir den Hauch von wirklicher Unrealität vermittelt, von einem wirklichen Traum, abseits meines Traums, meines selbstgefertigten Lebens. Zurückgekehrte Gefühle, notwendige Einsamkeit, notwendige Besinnung und Rückkehr. Scheinbarer Zufall der Gleichzeitigkeit. Die Frage des wirklichen Zufalls, die Frage der Richtigkeit, alles als Magiestaub verzaubert, als kleiner Elefant entschlüpft, als Zebra in der Winterlandschaft.

Hinterfragen ist ein Dorf, das ich täglich streife, dort einkehre, dort verweile, dort Unterschlupf suche, wenn die Nächte kalt und langwierig sind, doch meine Besuche werden mehr und mehr zur Farce, die Bewohner fragen mich offen ins Gesicht: willst du nicht einmal in ein neues Dorf ziehen?

Dorf, ein Wort, das mir Geborgenheit gibt. Ein eigenes Dorf gebaut und es umgerissen, zerstört angefangen, ein neues zu bauen, nach dem Wasserglas, der Aussichtslosigkeit, ein Muss und mir Zeit gegeben, es mit Sorgfalt zu errichten. Und nun kommen befreite Gedanken wie: was will eigentlich ich? Von meinem Leben? Ich – ich hatte bisher wenig Platz in mir und meinem Ich. Nun ist er geschaffen der Platz und schon erscheint mir der Hai im Traum und deutet Neider und Zerstörer und Feinde und Kämpfe. Angst ist mein größter Feind und Angst besiege ich irgendwann, die Angst in mir gebärt einen oder mehrere Neider und Feinde. Der Neider und der Feind wissen, ja riechen es, sie hat begonnen für sich selbst zu kämpfen und wird als etwas Größeres daraus hervorgehen. Bis jetzt dauerte es, die Größe zu etwas Kleinem zu verkennen, aus Angst, mich klein zu machen, aus Angst vor meiner eigenen Größe. Aber nun tut sich dieser Blickwinkel auf und er wächst und wächst und beginnt größer zu werden, hat schon die Welt begonnen zu überblicken und schwebt gen Universum. Fury

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