Was sagst du, willst du nicht still sein, die Sprache hat es dir verschlagen Jahre lang, nun bricht alles auf, mit heißen Tränen, plötzlich tut es dir um Abschiede leid, würdest lieber bleiben, beginnst zu begreifen, was es heißt zu verlieren, etwas, das du nicht besitzt und niemals besitzen wirst, dein Herz, es ist dir plötzlich so schwer, dachtest, es war schwer bis jetzt, alles kommt zurück und leert sich aus vor dir, deine Einsamkeit rächt sich, nicht und nie, über dir stehend, ganz groß kommst du dir da oben ganz klein vor, ganz verletzlich, ganz zerbrechlich deine Welt, niemand schützt dich und diese Welt, bricht es, fällt alles, den Schutz verstoßen, verdrängt, mit kaltem Herz, immer und immer wieder und warum eigentlich. Kannst du dir den Schutz zurückholen, sind das verlorene Zeiten, hast du geglaubt und nicht gefunden, hast es dir eingestanden, hast du etwas zerbrochen, was sich jemand aufbaute mit dir, auf dir, bist du dir nun bewußt, das zu schützen, um jeden Preis, weil es dir nun nicht und nicht in den Verstand will, weil du nun Glück und Schmerz fühlst, weil du nun glaubst, zu leben und vorher nicht, weil du nun begreifst, was du vorher getan hast und was nicht, aber die Angst, es wieder nicht zu schaffen, bis zum Schluß, der wann und wo aufhört und fängt es dann nicht erst an, du suchst nur das Echte, niemand hat dir das Echte zeigen können, das Echte, das Unwiederstehliche, das Unbegreifliche, das, das nie aufhört, alle wollten dir es zeigen, oder fast alle, viele, viele haben es aufgegeben, weswegen du dich weggibst, bevor es passieren könnte, das dir jemand sagt, er will dich nicht mehr. Du bist unecht und wirst es immer sein. Doch glaubst du nun zu wissen, das Echte zu erfahren, endlich, in dir mit dir, der du es mir zeigst, du glaubst, du bist bereit, verändert, du glaubst, du hättest das bisher nicht so gespürt, wie jetzt, alles, zurückgekehrt zum Ausgangspunkt, den du schon verloren geglaubt hattest, aufgegeben, vergraben, vergessen, verdängt, übermalt mit Unwichtigem. Und die, die dich kennen oder glauben zu kennen, glauben zu wissen, um was es geht, während du begreifst, oder glaubst zu begreifen, langsam, was du verpaßt hast bis jetzt, vergessen, und da gibt es einen Grund für das alles, und du hast Angst, daß du das am Ende nicht bis zur Gänze ausgekostet hast, weil du dir immer zuviel Zeit gibst und daß du am Ende das alles nur allein so gefühlt hast und deswegen vergießt du alles und kehrst zurück in diese Welt, die dir eigentlich nichts bedeutet, die dich mit dem Schmerz, der in ihr lebt, überfordert, gänzlich ausfühlt, fälschlicherweise völlig unecht.

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