Trägt mich das Leben von dir weg oder zu dir hin. Finde ich dich am Ende der Zeit, am Höhepunkt, am Tiefpunkt meines Lebens oder bist du immer da, neben mir, haben wir diesen Punkt überschritten, übersehen. Lebe ich dieses Leben für dich, damit Du irgendwann umkehrst. Werde ich mich dann umdrehen und dich ansehen, lange, länger, was wird dann sein. Werde ich dich hören oder weitergehen. Bin ich stark oder eigentlich schwach. Lebe ich dieses Leben für dich, lebst du deines für mich. Leben wir diese Leben für uns, weil wir uns nicht haben, wie wir es bräuchten. Liege ich in den Nächten der Schockbeatmung wach und warte auf Dich. Es ist Platz für dich. Höre ich dich, spüre ich dich. Große Augen, die in die Dunkelheit strahlen, erhelle ich diese Nächte für dich, der du fehlst, so sehr, das ich es nicht mehr vor mir verstecken kann. Alle, die dich ersetzen. Liebe ich den Ersatz für dich. Denkst du nach für mich, hast du einen Ersatz gefunden. Ist dir der Ersatz ausreichend, mache ich meine Welt zu für dich, damit du jederzeit umkehren kannst. Halte ich dir diesen Platz frei, oder ist dieser Platz längst verrottet, zerschunden, zusammengeklappt, verschlossen. Ist dieser Platz weg, gibt es keinen Platz mehr für Niemanden. Auch nicht für dich. Und wenn du kommst, doch, kann ich dir einen Platz bauen? Einen neuen. Einen besseren. Wenn wirklich jemand kommt, was sagst du dann? Was ich? Wo geht dein Platz hin, was wird dann? Hast du nicht Angst davor, so wie ich, Angst, daß du niemals umkehren wirst. Der Umkehrer muß die letzte warme Stube erst einmal finden, bevor es dunkel wird. Und den Mut haben umzukehren, anstatt weiter zu gehen, und das, obwohl der Weg bis zur Herberge zu weit ist, bevor die Nacht kommt. Du wirst nicht umkehren. Doch vielleicht solltest du. Fury.

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