Ich wache auf und befinde mich an einem merklich kalten Ort. Rund um mich sehe ich noch mit etwas verschwommen Augen ziemlich dicke, große Schweine im aufrechten Gang. Mir schwant Furchtbares. Ich befinde mich auf der Schweinebörse. Ich bin ein Objekt der Begierde. Die Schweine wollen mich verhöckern. Ich habe nichts gegen Schweine. Auch nicht gegen Kühe oder Affen. Diese höheren Wesen der weltlichen Rangordnung haben ihre Berechtigkeit. Ich wäre jetzt nur gerne eine kleine Maus, um zu verschwinden, durch ein kleines Loch. Ich will weder verkauft, noch geschlachtet oder gemästet werden. Ich weiß das alles, aus Erzählungen. Die hohen Tiere glauben immer, wir wüssten das alles nicht. Jetzt hat es also mich erwischt. Dieses Geschrei und Gefuchtel ist untragbar. Mir kriecht der Schweiß aus allen Poren. Die zupfen an mir und heben meine Arme, riechen unter meinen Achseln und gucken mir hinten rein. Als wäre da etwas versteckt. Was soll dieses Theater? Ein großes, fettes Schwein sticht mir immer wieder mit einem Stecken in die Seite. Ich bin schon ganz wund, habe Hunger und Angst. Jetzt kommt ein kleineres Schwein direkt auf mich zu. Es nimmt die Leine, die um meinen Hals befestigt ist und zieht mich fort. Anscheinend hat es mich gekauft. Diese Ungewissheit bringt mich noch um! Die anderen Menschen schauen mir ängstlich nach. Das Schwein zwängt mich in einen kleinen Zwinger, der auf einem Anhänger befestigt ist. Auf der Fahrt von hier nach da sehe ich wohl zum letzten Mal die grünen Wälder und Felder, auf denen ich früher stand und lebte. Das Gefährt hält und ich werde in einen dunklen Stall gebracht. Andere Menschen sind dort. Verdreckt und kümmerlich kauern sie am Boden oder laufen im Kreis. Ich werde zu einem anderen Weibchen gesperrt. Sie sieht mich böse an. Die Gefangenschaft dürfte sie schon gebrochen haben. Ich möchte ihr die Hand geben, aber sie spuckt mir ins Gesicht. Das Schwein grinst und geht. Später am Abend kommt es zurück. Dass ich überall Bisswunden habe, ist dem Schwein völlig blunze. Es beginnt mit der Fütterung. Wir bekommen wenig. Wir sind also keine Mastmenschen. Vielmehr werden wir zur Zucht verwendet werden. Hier endet Teil 1.

Advertisements