Ich bin also in den Kriegsraum gegangen. Du hast gesagt, du baust uns den für alle Fälle. Ich reiße die Türe auf, ich bin überfordert. Ich wollte alleine hierher. Ich bin überwältigt von der Größe dieses Raums. Ich falle auf meine Knie und höre diese traurigen Seelen von allen Seiten. All das Gerät, es fehlt. Ich höre die Soldaten, wie sie unglücklich ihre Befehle ertragen. Wie sie da stehen, in einer Reihe. Wie sie der Reihe nach umfallen, als wären sie nichts und niemand jemals gewesen. Ich hebe langsam mein Gesicht aus meinen Händen. Durch den Tränenschleier lausche ich meinen Erinnerungen und den Wenn’s und Aber’s. Endlich kann ich wieder aufstehen. Mir ist das viel zu groß hier. Ich wüßte nicht, wie ich diesen Raum beleben könnte, der Raum hat zuviele Ecken und Enden. Er übergab ihn mir als Geschenk, als gute Tat. Bevor ich ihn betreten durfte, hast du mir ein Gelübde abgerungen. Mann + Frau. Bevor ich das Gelübde sprach, träumte ich von einem notwendigen Umzug. Einer Unruhe im Jetztsein. Von einem neuen Bau. Der Lauf durch die vernebelten Wälder mit beschneeten Bäumen. Das Unheimliche, das mich verfolgt. Du weißt, es geht in diesem Raum nicht um Streit. Es geht auch nicht um Liebe. Nicht um 2 Fronten oder mehr, auch nicht um 1 Front. Nicht um Burgen, holde Maiden und Drachen. Nicht um alte Sagen oder wahre Geschichten kleiner Erdlinge. Es geht hier nur um mich und dich. Um ein Leben, das es zu retten gilt. Um Zauber und Magie. Alle hier wissen, ich bin ein Wesen mit Herz und vielen Zwischenräumen. In 1-Räumlichkeit fühle ich mich eingesperrt. Daher kommt meine Angst. Ich blicke mich um und sehe tote Seelen und Geister, leere Gesichter und Hände, die mich ins Dunkle reißen. Ich bin nicht bereit in diesem Raum zu sterben. Wenn ich noch länger hier alleine bleibe, verliere ich meinen Verstand.  Ich weiß, du wartest vor der Tür. Ich mach sie auf und wir gehen heim. Du fragst nicht. Ich würde es Dir auch nicht erzählen. Fury

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