Manchmal darf man auch Glück haben, sagt er und wir reden die ganze Nacht durch, aber irgendwie anders. Ich finde, das sollte man ganz leise hauchen. Um nichts zu verschreien. Wir sind kurz in einem anderen Land und es ist außerdem so, als würden wir uns schon lange lange lange kennen. Und es geht alles ganz schnell, im Höllentempo. Es schneit, wir sind noch immer in einem anderen Land. Hier wird auch nicht unsere Sprache gesprochen, das Essen schmeckt anders und die Getränke sind bunter. Es ist kalt und ich habe nichts zu verbergen. Ich vertraue und zweifle an Sätzen über Respekt. Dieser andere Erdling da. In der Dunkelheit, im Morgenlicht, in der aufgeheizten Nacht mit Freunden, am Tag, zu später Stunde. Kann ich jetzt wieder weiter schlafen? Die Theorie über Wünsche ans Universum schicken, scheint wirklich zu funktionieren. Das Gefühl, es könnte dieses Mal wirklich wirklich weh tun, wir könnten uns dieses Mal tief tief verletzen und es wird ein Gemetzel geben. Ich will noch warten, Du auch, wer wartet, der findet, zum Suchen habe ich gestern aufgehört. Inspizieren. Genau hingucken. Ohne Angst. Die Angst war nach einer Sekunde weg. Ich laß dich in meine Augen schauen, ein bißchen länger, als andere Fremde. Trotzdem fahre ich etwas verfrüht in meine Heimat zurück. Ich bin hier und bastle an deinem Floß, während du beginnst zu ertrinken. Und: ich schwimme los und weg ohne mich umzublicken. Wenn du es nicht verlernst hast, tu es mir gleich. Zu zweit schwimmt es sich besser heim. F

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