Wie leben in einer zeitlosen Zeit. Unser Leben dauert eine Ewigkeit, wir haben alle Zeit eines Lebens und sie ist nicht mehr messbar. Jeder Moment ist uns so kostbar. Wie vergeudet sind uns dann Verschwendungen. Wer hat diese Unwahrheiten nur in unsere Herzen gepflanzt. Wer hat uns nur erzählt von diesen großen Leben, wer hat gelogen, daß es die für uns alle eines gibt. Weißt du, ich wollte immer ganz etwas anderes. Ich wollte dich spüren für diese kurze Zeit. Wollte wissen, wie weit ich dich bewegen kann. Über den See hinaus in das Durcheinander, das ich so sehr brauche. Du bist gegangen, ich blieb, also rede hier nicht von halbvollen oder vollen Gläsern. Ich bin nicht du, mach mir also keinen Vorwurf. Wirf dich selber vor. Ich bin nicht schuld an deinem traurigen Leben in deinem Zimmer, irgendwo, und der Straße, die du anstarrst. Ich bin noch immer da und du bist weg. Du und ich und niemand weiß, was wäre, wenn du geblieben wärst. Du bist mitschuld. Du mit deiner Entscheidung zu deinem Schutz – dein Schutz hat dich nun eingelocht. Wo bin ich. Was wurde aus mir. Die Entscheidung, die ich traf. Alles falsch oder richtig. Du machst dir dein Leben selbst. Es gibt kein Zurück und kein Nachvor. Lieber Ekhard, hör auf, mir Briefe zu schreiben. M

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