Draußen blätschert der Segen und regnet sich so richtig aus. Viel denken wir über Liebe nach und schicken Gedanken über die schwarze Donau und in die Herbstnacht, schon wieder. Wir denken nichts und sagen viel. Ich kann dir keine Antwort geben und höre mir dabei zu, wie ich dir antworte. Wenn ich die angedeutete Sitcom vom echten Bruder aufzeichnen würde, mit Pfeile, das wäre ein Labyrinth, da würde niemand mehr den Weg finden. Alle wären verloren, würden verhungern und an Hitzedurst sterben: Dir bin ich gerne die Schulter, weil du sie mir bist. Dir war ich nahe und bin es noch immer, aber wir wurden älter. Du bist Vergangenheit und hast noch einen kleinen Platz in der Vergangenheit verdient. Bei dir ist es genauso. Du und ich wissen nicht, was das eigentlich war und ich finde, es ist endlich einmal etwas Unbedeutendes, das weh tat, aber eben vorbei ist, eine kurze Zeit und es kam was danach. An dir finde ich noch immer ein Teil sensationell, aber ich bin nun weniger aufgeregt und aufgedreht, weil du meistens stehst, wie ein angewurzelter Zwetschkenbaum! Dich und mich hat der Zufall zusammen gebracht und der Zufall weiß, warum es uns noch immer gemeinsam gibt. Ich liebe deinen Blick und deine Lebendigkeit und weil ich das manchmal aufblitzen sehe, exestierst du für mich manchmal sehr groß. Du bist neu, ich fühle mich erfüllt, und alles verändert sich mit dir stetig, das ist gut, du tust gut, aber was, wenn es wieder nicht reicht. Mit dir habe ich was ziemlich Unerhörtes gemacht, aber wir konnten damals nicht anders und vermutlich würden wir das sofort wieder tun. Du wirst noch groß und ich werde auf dich aufpassen, weil du mir wichtig bist. Du und ich sind die beste Kombination und gleichzeitig die schlechteste. Von dir träume ich jeden Tag und jede Nacht, du wirst nie verschwinden, nur eine Sekunde mit dir und ich bin ruhig.

In meinem persönlichen Szenario ist alles unkompliziert. Ich muß nicht reden, aber ich muß dir was erzählen. Die Geschichte ist die. Ich bin blöderweise das kleine Ich bin Ich und deswegen hast du nun den Scherben samt Passpardout auf oder ich. Ich finde mich trotzdem super und glaube, mein Leben hat die richtige Dosis, weil warum: ich spüre so. Also nehme ich die Passpardouts und blicke hindurch in den Regen und warte, bis er aufhört. Ich ziehe mir die Schnürschuhe an, obwohl ich keine Hand frei habe. Ich bleibe im Bikini stecken. Mir bleibt der Hals stecken. Im Hals steckt ein Stecken. Ich falle um und stehe auf. Die Mitz.

Advertisements