Es ist wieder einmal Zeit für ein schönes Lied und einer Feststellung: die Fury ist ein Festungstier. Da kommt sogar der beste Freund selten durch. Der beste Freund schafft das mit Atempausen. Alle anderen mit viel Geduld. Andererseits geht die Fury ständig raus, kein Problem. Zum Beispiel heute. Ein Begehungs- und, Bewegungstag. Zeitig raus, im Kleid stecken geblieben. Der Gedanke, was wenn ich einfach stecken bleibe. Niemand wird mich finden, ich werde langsam schrumpfen, aus dem Kleid fallen, das Kleid übrig bleiben. Und ich kann mich wegschleichen aus diesem Leben, in ein Neues aus Staub. Dann doch die Überwindung, weil eigentlich ist in einem Kleid stecken zu bleiben ziemlich stressig. Der Staubansatz würde ewig dauern, und ewig hat die Fury nie Zeit. Rausgehastet. Überpünktlich zur Abwechslung. Etwas gemacht, was ich irgendwann nicht mehr machen möchte: eine Begehung. Ich würde gerne solche Begehungen machen: in mein Herz, in meine Seele, in deine Augen, in deinen Fuß, in den Balkon gegenüber, in den Baum, in meine Stinktiere, in diesen Stein. Aber heute wars schöner und leichter als sonst und ich hatte auch eine Wiederbegegnung. Eine Aufwärmung. Einen Gleichstand. Ein Waagnis. In der Sonne gelaufen, in der Sonne kurz den Boden gespürt. Die Stinktiere auf Bewegung geschickt. Und dann mich. Die Festung war zu. Und an diesem Punkt sag ich nur: schön, daß es außerhalb der Festung Menschen gibt, die mit mir rumgehen, bis ich wieder in die Festung kann. Vermutlich war ich deswegen gut gelaunt und bin es immer noch. Wenn die Fury etwas nicht ist, dann ist sie allein. Das hat mit Einsamkeit gar nichts zu tun. Miss Mitz.

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