Ich bin heute aufgewacht. Was für ein langer Weg war das gestern. Wie zerstört ging ich durch die Straßen, die waren so dunkel und verlassen, ich versuchte nicht einzuschlafen, aber die U-Bahn dauert ewig mitten in der Nacht oder eigentlich schon fast am Morgen. Aber es war noch nicht hell. Es war dunkel. Schlunddunkel. Ich habe Millionen Stunden gebraucht, bis ich endlich ankam. Und dann fiel ich in einen kurzen Dornröschenschlaf. Aufgeweckt wurde ich durch meine eigenen Gedanken. Der Bruder hat gestern gefragt: was ist für dich verlieben eigentlich. Verliebt bist du schnell. Und was kommt eigentlich dann? Und ich weiß heute, ich verliebe mich schnell, weil ich einsam bin. Und ich entliebe mich nie. Und was danach kommt Bruder:  Schmerz. Und das bedeutet, es ist vielleicht echt zur Abwechslung. Und aber das kannst du nicht verstehen. Weil dus gar nicht wissen willst. Und ich kann dirs nicht erklären. Ich habe ein Gefühl und du nimmst mir das. Vielleicht zu recht. Weil du mich schützen willst. Du hast Angst, weil du weißt wie zerstörbar ich bin. Also flüchte ich oder bleibe ich. Und was wenn ich einfach mal bleibe in diesem Zustand, der mir richtig erscheint. Wie oft bin ich aus einer Zerstörung verwundet aufgestanden, Blicke um mich und habe Wunden so tief. Meine Vergangenheit: ich habe heute meinen eigenen Starschnitt aufgehängt, Bilder eingerahmt, die Wände für meine Augen lebhaft gemacht. Ich habe nicht geahnt, wie traurig das sein wird. Die Augenparty kann nun beginnen. Grasgrün, Dunstblau, Safrangelb, Vogellila. Diese Worte zur Erinnerung: Yamaha, eine Omatasche und Blumen. / Es beugt sich die Elle, es beugt sich das Knie, lediglich das Rückgrat, das beuge sich nie. / Wäh, eine Iachse! / Wer viel zu sagen hat, der braucht ein großes Mundwerk! / Viel haben wir nicht versäumt. / Du kannst ziemlich sinnlich dreinblicken. / Noch ein Teil, auf den du nicht zu sehen bist, weshalb es nicht viel zu erzählen gibt. Würde ich mich jetzt ausziehen, wäre ich nicht nackt. F

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