Ich war heute in einer Sturmfabrik, um kleine Dosen mit frischer Seeluft angehauchtem Wind abzuholen. Ich habe die Stinktiere mitgenommen, damit sie wieder in die Luft der Freiheit zurückfinden. Die Beiden stimmte das ganz außergewöhnlich spezial. Die Gefangenschaft hat ein Ende. Jetzt gibts wieder am Anfang zwar noch etwas ängstliche aber sehr aufregende Freigänge. Sollte ich jemals Erwachsen werden, dann weiß ich wie es sich wohl anfühlt, wenn man Kinder in die Weite läßt. Schritt für Schritt, oh Mann. Das eine Stinktier ist noch immer auf nächtlichem Ausflug unterwegs, in der Pferdegasse. Das andere liegt von den neuen Eindrücken erledigt und völlig dreckig am Boden. Das ist das Stinktier, das die Böden der Welt liebt. Und wie gehts mir. Ich sehe vor mir einen großen braunen Stein. Ich kann nicht rum und auch nicht drunter. Ich sitze da und muß den Stein anglotzen. Das ist meine persönliche Zurzeitgefangenschaft. Damit ich einen Bildwechsel hab, wurden heute die Winddosen besorgt. Ich hab mir gedacht, vielleicht wird das Teil durch etwas Wind kleiner, aber nix. Das ist mein Sommer der  Zeitphasen. Die letztenletzten Wochen vergingen verdammt schnell. Weit und breit kein Stein. Die letzten Wochen dann verrannten in angenehmer Zeitlupe. Als würde die Ewigkeit ewig dauern, ich habe an der Mitzifreiheit geknabbert. Millionen Steine. Wunderschön in allen Farben. Kreise, Ecken, Quadrate, Pyramiden, Zylinder, Dreiecke. Ein Quadergiraffenland. Die Tage nun. Universumtag. Der Morgen dauert in Strudelgeschwindigkeit bis zum Abend. Weil da nur dieser eine Stein glotzt. Aber schön. Weil interessant: was vorher noch langsamer war ist nun die lahmste Ente der Welt. Und die Mitziträume haben ganz viel Platz und die Ideen entfalten sich und das Leben kehrt zurück. Heart heated sag ich nur. Fury!

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