Ich hab es nicht lassen können – weil warum auch – und war mal kurz für zwei Wochen in Exilhausen. Angereist bin ich ganz alleine. Ich bin zwischen den Windbäumen rumgehangen und hab mir Zukunftsgeschichten zusammengereimt. Und schöne Melodien gesummt, die waren so gelb wie Zitronensaft, den ich eigentlich nicht mag. Ich mag nur frische handgepresste Zitrone im Essen zusätzlich zur nötigen Salzmenge während des Köschelns oder im Tee, wenn ich kränkle. Ich hab mir jeden Tag ein Zaubergetränk gemixt und 7 Melonen dazu serviert. Manchmal auch lange rote Gemüsestangen, die Fury auch süsslich ansetzen kann. Ich hab mich einmal in ein Kinderbettchen gelegt und wieder überall nachgeguckt. Ich hab den Zaubertrank geleert, meistens zu viel davon. Aber das war egal, weil ich wollte ja verzaubert sein. Ich hab selber meine Stimme klingen lassen und wollte nur eins, gehört werden im Universum, somewhere. An einem Tag bin ich aufgewacht und die Bande war plötzlich da und ein alter Seebär und eine süsse Herzensdame. Und wir haben die Tage zur Nacht gemacht und umgekehrt und schöne Musik für das nette Völkchen Exilhausens, die überall ihre Ohren gespitzt haben, vor Genuss. Und dann sind wir aufgewacht und ein Bandenverbündeter war da. Und am nächsten Tag noch zwei. Und am übernächsten Tag dann noch eine, mit viel Schmuck im Gepäck. Und dann kam noch die Farbe Blau und wir waren komplett. Und waren eine Attraktion, da in Exilhausen! Wir haben den Exilhausnern das Feiern neu gelernt. Das amüsante ist: wir wurden wieder jeden Tag weniger. Am Ende stand ich wieder allein am Bahnhof von Exilhausen und bin wieder einmal zurückgekehrt und wieder gegangen. Aber schön war das, eine Zeitreise und ein kleiner Mädchentraum. Übrigens, es sind nun 70. Fury.

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