Im Zuhause ist es nun so. Die Küche ist der beste Platz. Mir fehlt noch ein kleines Tischchen. Ich habe meinen neuen Kassettenrekorder auf den großen Kühlschrank gestellt und höre egal wo ich bin coole Musik. Weil der Plattenspieler schafft den Rest. Meine Vergangenheit habe ich in die Zukunft verräumt. Aus den 50 Kisten raus, in die ich mein, für kurze Zeit sortiertes Leben, gesperrt habe. Bei den Müllmännern habe ich mir beinahe meine Finger zerschreddert und den Wunsch auf einen Ehemann zum Bausschutt gelegt. Gute Freunde sind das halbe Leben. In der anderen Häfte darf ruhig gebettet und gebettelt und innerlich gewettert und rumgetattelt werden. Vor meinen Fenstern habe ich wieder Bäume. Es gibt keine Knarze mehr unterm Dach und auch keinen Taubenschiß vor der Haustüre. Ich denke auch, die Hausgeister sind hier ruhiger. Sie kitzeln mich in der Früh sanft  mit unheimlichen Traumgeräuschen. Aber sie waren noch nie gemein und haben mir beim Wecken den Verstand geraubt. Hier wache ich auf und höre Blech das zerbricht. Und dann starre ich kurz in die helle Dunkelheit und schlafe weiter. Pünktlich um sieben reflektiert sich die Sonne in mein Schlafzimmer. Und macht die Stinktiere  ziemlich munter. Ich torkle müde durch die Wohnung und denke nach. Ich fühle plötzlich zeitlos. Ich bin ruhig. Ich schreibe 4 coole Songs am Stück. Ich genieße. Baue mir 3 Tische auf. Ich bin endlich alleine. Und deshalb bemerke ich auch, wie sich langsam der Duft verändert. Das Wesen, irgendwas kehrt aus Exilhausen zurück und ist wieder da. Furydant.

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