Schaue ich beim Küchenfenster in den Hof, sehe ich direkt auf ziemlich viel italienisches Bier für das Final-Hausfest. Gestern kam ich mit dem Lieblingsnachbarn aus Italien zurück. Und das Wegfahren war gut. Hab aus der Ferne angefangen, den Verlustschmerz zu realisieren. Mens of this Worls, ich glaub ich heule Rotz und Wasser. Und fange schon heute damit an! Morgens um 2 Uhr früh hat es geschüttet wie aus Badewannen, aber schön, der Nachbar kam dann vorm zu Bett gehen noch auf ein Abschiedsbier vorbei. Und wir haben durch das Küchenfenster in die Nacht gelauscht und eingelegte getrocknete Tomaten gegessen. In Italien war es wunderbar. Wir sind mittlerweile eine super Truppe von Zufallsfreunden und kicken uns langsam aber doch Jahr für Jahr in die vorderste Liga der Mondiali Antirasisti-Radisti-Nudisit-Puristi-Frittisti-Frudatta. Ich bin vom obersten Stammeshäuptling der dortigen auf der linken Seite liegenden Menschheit gesegnet worden. Um den Segen noch mehr zu fixieren, hab ich dann am letzten Tag in Bologna ein Band in ein Eisengitterfenster gebunden. Mein rotes Kalenderband. Und um Zufriedenheit gebeten. Wir haben in Italien die Message des Goodballs vertreten und viel von allem Möglichem getrunken, zufrieden im Schlafsack gepennt, bis die Morgensonne uns in den Schatten trieb. Nach 3 Jahren Mondiali haben wir endlich einen Echten-WienerInnen Schlachtslogan, der sich auf Grund der Einfachheit möglicherweise sogar auf der ganzen Mondiali durchsetzen wird, weil wir das Lied nächstes Jahr mit Bestimmtheit von Sekunde eins an weg singen werden. Er ist innhaltlich auch nicht nur blöd, sondern eigentlich ziemlich wahr und sehr passend, schließlich sind wir ja alle Sportclub! Die Knödel sind nicht weg, im Gegenteil, ich glaube, die werden erst jetzt so richtig big. Sind wir nicht alle nur der Erinnerungsknödel der Anderen? Erinnerungssemmelknödel, Erinnerungsmarillenknödel, Erinnerungsspinatkäseknödel, Erinnerungsspeckknödel. Mit oder ohne Beilage, ohne Euch wäre mir fad. Die Mitz.

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