Fremdcomputer. Nacht mit wechselndem Mitfahrer pro fremde Stadt. Minutenschlaf. Zu voller Koffer. Eine Mitzi versteht es nicht zu packen: alles muß mit, für alle Eventualitäten! Dann war früh klar, was nicht behagte. Die rote Tasche war im Koffer und ein praktischerer, mit Ziegenkäse gefüllter Rucksack als Handgebäck. Das Gebäck und der Käse wurde gefuttert und die rote Tasche aktiviert. Der Schlafsack fehlte. Die Luft war zu kühl. Dann zu heiß. Endlich Sonnenaufgang und Erlösung und Ankunft. Die Erkenntnis, ich bin zu alt für solche Arten von Reisetramps oder noch zu jung, um sie stilvoll zu gestalten. In 12 Stunden die ganze Stadt und meine Lieblingsplätze abgelaufen, zu Fuß. Sonne, Regen, Wolken, blauer Wind, Wellen. Mir fehlen meine Begleiter. Dafür oder deswegen ist mein Kopf voller Gedanken. Gedanken zu Geschichten verwursten, endlich! Würde ich hier leben, fühlte ich mich wohl. Zu Recht sagen die engsten Vertrauten einen Umzug voraus. Aber nur wenn alles mitkommt. In einem großen Koffer: Stinktiere, Bücher, Gitarren, Erinnerungen, Nachbarn, Gewohnheiten, Families, Freunde, Bande, Berge, Wetterkapriolen, Kleiderkästen, Sockenladen, Teekannen, Vasen, verschrumpelte Blumen, Rosengestecke, Glückskleee. Ein Wort mit drei E’s – wie schön. Fury macht etwas Abstandsurlaub und guckt sich durch fremde Fenster schöne Männer beim Essenkochen an. Die Militant.

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