Gestern bin ich viel zu spät in ganzer Montur ins Bett gefallen, weil ich sofort schlafen wollte. Leider hatte ich nicht viel Zeit dazu. Und am Tag davor saß ich im Dunkel im Park unter Sternen und habe die erste warme Nacht im Freien gefeiert mit Wein und Worten. Ein Mensch der schweigen mag. Hab ich lange gesucht und trotzdem wird nichts einfacher dadurch. Ich rede wie ein Wasserfall und falle nur mit Widerstand in den Moment der Gelassenheit. Radiohead „True Love Waits“. Ich bin zerknittert heute, innen und außen, alles irgendwie angeknaxt. Habe mir tausend geistige Notizen gemacht für den nächsten Tagebucheintrag. Wie: jeder Moment könnte der letzte sein. Der Konflikt der Nähe und der Distanz. Das stetige Fehlen von Privatzeit und Privatmomenten. Weil ich der Kreiselmittelpunkt bin. Die Sternenglitzerfee, die Eure Emozionen in der Hand hat mit Ihresgleichenschaugefühlen. Das unumgängliche und das unmögliche Loslassen aus gleichen Gründen. Das Nachjagen eines Traumes. Die Bastion, die hinter mir steht und mich antreibt. Die Last aller persönlicher Erwartungen und der Euren und der Euren Euren, die auf mir wiegt wie Kupferdiebekupfer. Das erste Mal das Gefühl, der Zu-Hörende versteht meinen Zauber und ich hinke aber hinterher. Der Rat der Pausen – das Schweigen und die Macht der Vielseitigkeit. Der Wunsch von Seiten: weitermachen. Neue Lieder, die Euch mein Innersten vor eure Füsse legen. Ihr, Euch, Ich, Wir, Uns, gem-einsam. Das Beste: die Fufus und ich, das ist Eins. Eins, Zwei, Eins. One two. Die Mitz.

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