Ich stehe heute morgen auf, befehle meinen müden Körper aus dem Bett und stelle fest, es gibt kein Wasser. Wie blöd ist das denn in einer modernen Gesellschaft. Ich borge mir Mineralwasser von meiner Lieblingsnachbarin mit einem ordentlichen Schuss und ich werde Dich vermissen und trinke den Mineralwasserkaffee mit Bedacht und Anerkennung an dein schönes, verrücktes Leben. Du hast jede Menge Menschen glücklich gemacht. So wasserlos fühlt sich meine Seele an, immer schon, das wurde mir in die Wiege gelegt, gleichzeitige Überflutungen, aber hauptsächlich Innere, und alle ihr, die ihr mir niemals die Frage nach meinem Mund gestellt haben, ihr alle habt einen besonderen Platz auf meinem Pokaleregal. Aber was  innerhalb der letzten Tage passiert ist, übersteigt auch eine Mitziemozionsfassungsvermögensrate. Deswegen Soulsavers „Some Misunderstanding“. Ich habe zweimal in die Rolle einer Beziehungsteilnehmerin schlüpfen müssen und das obwohl ich das Schauspielern nicht gerade gut kann, Emotionen zeigen ist keine Furyart. Und das obwohl ich gerade einsamer als einsam bin, also eigentlich gewollt. Zweimal war ich jene Seite, der weh getan wird. Das paßt. Dreiviertel meines Lebens habe ich ausgeteilt, seither darf ich manchmal einstecken. Und das fühlt sich gut an. Das eigenartige ist, obwohl das ganze Gedrehe weder real noch sonstwas ist, kriege ich die voll Latte an Gefühlen ab und mit. Gestern dann zusätzlich der Start zu einem besonderen Lied von mir. Das Lied habe ich für den besondersten Menschen in meinem Mitzileben geschrieben, den ich verloren geglaubt habe. Mein ganzes Leben ist geprägt seither. Es scheint so, als würde es nie mehr wie früher. Als würde der Regen bald wieder kommen. Als ich das Lied schrieb, schrie ich mir den Schmerz aus der Brust. Gestern wurde ich den ganzen Tag daran erinnert. Ein weiterer Verlust umgab mich. Auch das Lied kündigte diesen Verlust damals bereits an. Nur einmal bekam ich einen Blick ab, ob das alles so richtig war. Ich finde die Ebenen nicht mehr, suche neue, habe funktionierende in Aussicht und deswegen ja. Die Einsamkeit ist ein Trauerspiel. Die Zweisamkeit ein Kampf. Das Leben aber wunderschön. Gestern habe ich soviele schöne Bilder gesehen. Soviele Menschen die von Rollen vereinnahmt wurden und das ohne großartig darüber zu denken. Wenn fiktive Geschichten aufgehen, dann kann das wohl auch im Leben passieren. Das wichtigste ist, halt dich an deiner Liebe fest, denn Freunde wirst du noch oft im Leben brauchen. Die Mitzitant.

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