Ich bin so müde und mindestens so übernächtend wie mein Nachbar. Ich hatte heute eine zermürbende Verabschiedung und ein sehr frühes Früstück mit schlechten Bissen. Dafür gestern einen wunderbaren Abend mit ausgelassenem Furytanz. Eine wahnsinnig kurze Zugfahrt am Vormittag und momentan großen Durst. Einen Heimweg durch die ziemlich kalte Stadt und es war noch immer nicht spät, sondern noch immer sehr früh. Eine Dusche, um munter zu werden. Einen gemütlichen und längst überfälligen Kaffeehausaufenthalt mit lustigen Italienern im blauen Dunst. Eine Heimfahrt im kalten Tröpfelregen. Eine Badewanne, um vielleicht kurz einzuschlafen. Eine Anregung, die mich ordentlich reizt: unter meinem Bett befindet sich eine riesige lateinamerikaische Reisetasche mit allen meinen kaputten Taschen darin verwahrt. Verpackungsschachteln für technisches Gerät samt Begrauchsverweisungen und ich bin mir sicher, der nächste Umzug kommt bestimmt und ich werde euch ungelesen vernichten. CD-Boxen für den Nachschub, Hobelspäne vom Stinktier und viel Hohlraum. Früher, als ich noch jung war, null Hohlraum, dafür Platznot. Menschen mit ähnlichen Dingen unterm Bett dürften sich nun angesprochen fühlen. Viel wichtiger ist, was im Bett schläft und wie. Heute werden meine Gedanken im Bett in der Mürbestimmung bleiben, heute ist kein Feiertag, zuviel ist verkehrt. Ich werde mir meine Welt mit außerirdischem Kohl aufhellen und dann bald schlafen, um eine Woche zu beginnen, deren Thema Zeitmangel lautet. Meine Tage haben 37 Stunden. Ich wünsche mir von der Zukunftsfee 7 Zwerge, die mir helfend zur Seite liegen. Auf einen Mann freue ich mich morgen aber: auf den Tofukellner. Yipie-Yeah – ohne Würfel würde die Welt noch trauriger aussehen. Die Fury!

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