Das war ein langer Tag und eine lange Nacht davor. Ich habe gestern den Abschiedsrat eines Freundes befolgt – nachdem wir uns wieder etwas angenähert haben. Es war so, als ob nichts passiert wäre. Nur eben doch. Der Rat: tu heute nichts mehr. Weil er mich kennt. Also ging ich durch Nieselregen und absolut ermüdet von der Nacht davor durch Wien und suchte Spezialkleidung für zwei Videodrehs. Währenddessen beschloss ich das Wochenende allein in der Wohnung verschanzt zu verbringen. Mit Radiohead „Creep“. Ich lag im Bett und schaute Filme und aß ganz viel Eingefrorenes von meiner Frau Erzeugerin. Ich war keinen Moment traurig sondern glücklich, weil, die Tannen wissen es schon. Ich träume zwar jede Nacht von einem neuen Fürsten, aber ich genieße die Unbeschwertheit einer Mitzialleinzweisamkeit. Ich schlief tatsächlich wieder 9 Stunden, plötzlich kehrt sich alles um. Ich holte mir Zeitungen, machte Musik, traf beim Laufen Frau Holle, erledigte Computerarbeit, hatte keine Erleuchtung, aber ein paar nette Gesprächspartner im fast Gesprächslosen Tag und  würde mir nun wünschen: könnte ich einmal dieses Lied ganz laut hören, während ich einen Berg runterlaufe und dabei stürze und weiterpurzle. Das was ich wohlweislich zurückhalte würde ich mir dabei rauskotzen und das was ich eigentlich sein möchte aber nur möchte würde kurz aufblitzen und das was ich ursprünglich war, würde mir auffangend zur Seite stehen und am Ende würde ich doch nur verletzt im Tal ankommen. Eure Mitz.

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