Tja Mitz soll sich nicht ärgern, besonders nicht an so einem Sonnentag. Aber ich habe jetzt gefühlte Viertelstunden meines Lebens vergaxt, um über einen Fremdcomputer in meinen Block zu gelangen. Vermutlich liegt das an der Sonne, die mir gewaltig mein Hirn aufheizt. Aber da muß man durch, wenn man im Freien schreiben will und das natürlich ohne Sonnenschirm. Am zweiten Sonnentag! Jedenfalls, ziemlich ungut, wenn sich die Dinge, die man loswerden will, anstauen, wie am Semmering zu Urlaubszeiten und die Schreibseite einfach nicht und nicht und nicht auftauchen will. Gestern hatte ich Internetfrei. Das ist wichtig und gut. Heute hab ich kurz Interneterlaubnis, nämlich jetzt. Ich radle durch die Gegend, auf meinem schönem, roten Fahrrad, das diesjährige Weihnachtsgeschenk. Durch Gegenden, die mir nicht völlig unbekannt, aber unentdeckt. Ich speise im Sonnenschein und verbringe mehr Zeit an der Luft, als im geschlossenen Raum. Ich liebe das! Ich mache mir Gedanken über mein Innerstes, ziemlich zermürbend, ziemlich viel, ziemlich viel zum verpassen. Ziemlich viele Fragen, ziemliche Unruhe! Ich lese ein Buch zu Ende. Oh wie schön. Die Reise des Buches beginnt am Ende, sowas mag ich. Das was sich bis dahin leicht von den Fingern liest, wird am Ende interessant und zum Weinen. Als nächstes, parallel zu den Millionen Zeitschriften, ein Buch über die echte Liebe. Sowas kann eine Fury brauchen! Und gleichzeitig Grüße an die andere Hälfte dieser Welt! Warum kann eine Fury das brauchen? Weil Fürstinnen einsam bleiben, leben. Nur der echte Fürst kann da mit. Und so ein Fürst wäre mir sowieso lieber, als halber, als Weggefährte und bitte ohne „R“ also als Füst! Ich las noch etwas, in einem großen, dicken Buch. Weil die Mitzi ja in ständiger Angst lebt, etwas zu verpassen, im Leben, das sie umbedingt machen möchte und am liebsten alles zur gleichen Zeitund  sofort. Und nebenbei möchte die Fury innerlich wachsen und ihr Innerstes nicht verpassen und auch nicht den Spiritus, der in ihr wohnt und oftmals vernachlässigt wird, wie der Elefant oder der Glücksdrache, die übrigens mit am Rad sind, zumindest. Und was wenn die Zeit vergeht und vergeht und all das Hadern für den Hugo ist, weil das wichtigste eigentlich im Herzen und völlig vergessen dort liegt. Aber das Hadern, sagt da die Miarz, das Hadern machst du für die Welt da draußen, für alle, denen du soviel gibst. Ja stimmt. Aber was, wenn das Leben vorbei ist und noch soviele Fragen ungeklärt. Oder klärt sich sowieso nichts auf? Jedenfalls ich las und wieder mal regnete es Riesenaja’s: Suche und du wirst finden, Höre und du wirst Hören, Glaube und du wirst glauben. In diesem Sinne steige ich zuerst in eine Schwammerlsoße mit Knödel und Kartoffelnvogalsalat ( aber warm ) und dann auf’s Rad. Übrigens, auch gestern nochmal Baumrindenfest. Und nächste woche nochmal. Weil mein Lieblingsjim und meine Lieblingsjudy wieder da sind. Und nochmal Baumrindengeschenke. Ein dreifaches Juchhu. Und ich wurde vom Erzeuger auf meine lustiges Tipfehler hingewiesen. Also das Meiste ist Absicht – zum Beispiel in diesem Satz – Vieles allerdings eingebrannt. Reste aus der Kindheit. Gut so! Übrigens zwei – für Bilbo – es kam mir grad der Gedanke, was wenn der Mitzifürst der „alles für den“ Hugo ist. Der ist vermutlich so beschäftigt wie ich. Eure Militant.

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